Aufträge deuten, Entladestellen verstehen, unstrukturierte Informationen erschließen – dort entfaltet KI ihre ganze Kraft.
Eine schlechte Tour kostet noch am selben Tag.
Disposition ist Urteilsarbeit im Minutentakt: Aufträge bündeln, Entladestellen kombinieren, Restriktionen einhalten. Das Wissen dafür steckt in den Köpfen erfahrener Planer – und in Datenquellen, die niemand zusammenführt. Genau hier gehört KI in den Prozess. Aber richtig herum.
Die Planung weiß mehr, als das System kennt
Aufträge, Entladeanforderungen, Frachtpapiere, Kundenbesonderheiten – die Hälfte davon liegt unstrukturiert vor: im E-Mail-Postfach, im Anruf, in der Erfahrung des Disponenten. Standardsysteme optimieren nur, was sauber im System steht. Der Rest bleibt Handarbeit.
Deshalb scheitern viele Optimierungsprojekte nicht an der Mathematik, sondern davor: Die Daten, auf denen optimiert wird, bilden die Realität der Rampe nicht ab.
Hier darf KI weiter gehen – aus gutem Grund
In der Disposition korrigiert die Realität jeden Fehler schnell: Eine schlechte Tourenkombination zeigt sich heute Abend im Kilometerstand, ein falscher Bestellvorschlag nächste Woche im Lager. Dieses schnelle Feedback ist der Unterschied zur Compliance-Welt – und der Grund, warum KI hier näher an die Entscheidung darf.
Die Grenze bleibt trotzdem hart: Lenkzeiten, Ladungssicherung, Gefahrgut sind Regelwerk, kein Vorschlagswesen. KI nimmt wahr und schlägt vor – Aufträge verstehen, Entladestellen deuten, Kombinationen finden. Das Regelwerk hält die Restriktionen, der Disponent behält das letzte Wort.
Lenkzeiten, Ladungssicherung, Gefahrgut – Restriktionen prüft ein Regelwerk, das jedes Urteil begründen kann.
Wir haben an diesem Tisch gesessen
Daniel Dachl hat als Teamleiter Transportplanung die Disposition von Knauf Insulation geführt: drei Werke in Deutschland, im Schnitt 250 LKW täglich, Lieferungen in die gesamte EU. Hochvolumiges Ladegut, direkte Baustellenanlieferung mit komplexer Entladetechnik, im Schnitt knapp drei Entladestellen je Fahrzeug. Dazu Frachteinkauf, Zeitfenster-Management an der Verladung und die Einführung von Laderaumoptimierung im SAP-Umfeld. Diese Beratung kommt nicht aus der Folie, sondern aus dem Dispositionsraum.
Drei Schritte, kein Wasserfall
Prozessaufnahme
Wir zerlegen Ihre Planung in Wahrnehmungs- und Urteilsstellen: Was liest der Disponent, was entscheidet er, was davon steht nirgends im System?
Architektur
Entwurf des Zielprozesses: wo KI Unstrukturiertes erschließt, wo Optimierung rechnet, wo das Regelwerk Restriktionen hält – anschlussfähig an Ihre bestehende Systemlandschaft.
Begleitung
Einführung mit Ihrem Team und Ihren Systempartnern – als Kopf des Vorhabens, nicht als verlängerte Werkbank.
Führungspraxis in der industriellen Transportplanung – und mit dem Haget-ERP ein durchgängiger Handels- und Lagerprozess von der Bemusterung bis zur Rechnung, selbst gebaut.
Zur FallstudieWo klemmt Ihre Planung?
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